Auf ein Wort

Warum wir Digitale Bildung und Datenschutz in iranischen Unternehmen benötigen

Die Digitalisierung hat uns eingeholt. Sie prägt unser Leben und beeinflusst unsere Gesellschaft. Durch die immense Geschwindigkeit mit der sich die Digitali- sierung weiterentwickelt, stellt sie uns vor gewaltige Herausforderungen. Gleich- zeitig bietet uns die Digitalisierung große Chancen, wenn wir sie denn zu nutzen bereit sind.

Um den Ansprüchen der Globalisierung, der Digitalisierung und der Industrie 4.0 gerecht zu werden, müssen iranische Unternehmen bereit sein und unverzüglich handeln. In einem Innovativen und gleichzeitig traditionsreichen Land wie dem Iran müssen Unternehmerinnen und Unternehmer mit den neuesten technischen Möglichkeiten arbeiten können. Datenschutz und Datensicherung sind in der heutigen Zeit wichtige Aspekte, für die unsere Kaufmannschaft Sorge tragen muss.

Um dies zu gewährleisten, sollten Unternehmen Digitale Bildung in ihren Unternehmensalltag involvieren.

So kann man durch Digitale Bildung

  1. auf die zukünftige Ausbildung und das Berufsleben vorbereitet werden
  2. lernen wie Informationen und Daten des Unternehmens zu schützen sind
  3. Erwachsenenbildung durchführen und diese vereinfachen
  4. derzeitige Angestellte an die neuen technologischen Möglichkei- ten führen

Es nützt nichts, sich aus Angst oder Unwissenheit der Digitalisierung gegen- über zu verschließen. Wenn Digitale Bildung auch in Zukunft keinen Eintritt in Unternehmen findet, bleiben viele Potenziale und Chancen ungenutzt.

Gerade im Bereich Datenschutz und Datensicherheit ist der Faktor Mensch und dessen Bildung ein entscheidender, denn viele Sicherheits- lücken werden durch die Menschen an den Geräten ausgelöst. Finanzielle Schäden, die Unternehmen dadurch erhalten, sind nicht unerheblich. So wird der Schaden durch Industrie- spionage z.B. in deutschen Unternehmen auf mind. 100 Mrd. €/ Jahr ge- schätzt. Dies erfolgt häufig durch die Unwissenheit von Mitarbeitern und ausdrücklich nicht durch vorsätzliche Handlungen dieser. Hinzu kommen der Reputationsverlust, welcher ebenfalls nicht unerheblich ist.

Ich freue mich sehr, dass viele Mitgliedsunternehmen der AHK Iran sich bereits mit diesen Themen auseinander gesetzt haben. So haben eine hohe Anzahl von Mitgliedern die erste A44BusinessLounge der AHK Iran besucht, wo wir über die Umsetzung der DSGVO, des europäischen Datenschutzgesetzes, und deren Auswirkungen im Iran gesprochen haben.

Es ist sicherlich etwas ungewohnt, dass ein europäisches Gesetz auch für iranische Unternehmen gelten kann und diese sich ggf. daran halten müssen. Im Austausch mit den Unternehmen hat sich aber schnell herauskristallisiert, dass einige der Mitgliedsunternehmen der AHK Iran dies schon in ihren Unternehmen umgesetzt haben oder zeitnah um- setzen wollen.

Die DSGVO kann aber auch zu- sätzlich zu der Einhaltung von Ge- setzen, die für einige Unternehmen, die mit Europa zusammenarbei- ten, zwingend notwendig sind, eine Möglichkeit sein, an dieses Gesetz angelehnt für das eigene Unternehmen Wege und Möglichkeiten zu finden, Strukturen zu erstellen, um die eigenen Unternehmensdaten und -geheimnisse zu schützen.

Digitale Bildung, Datenschutz, IT-Sicherheit, Digitalisierung, Industrie 4.0, Digitale Transformation, all diese Innovationen führen zu noch erfolg- reicheren Unternehmen und die AHK Iran unterstützt Sie sehr gerne bei der Umsetzung.

Nasanin Bahmani
Vorstandsmitglied und Leiterin des IT- und Digitalisierungsausschuss