Präsident der Teheran Kammer lobt Arbeit der AHK

Lob für die Arbeit der AHK bei gleichzeitiger Skepsis am Erfolg von INSTEX gibt es vom Präsidenten der Teheran Kammer (TCCIM).

Masoud Khansari, Präsident der Teheran Kammer (TCCIM), lobte im Rahmen der Veranstaltung der AHK Iran am 8. Oktober 2019 zu den deutsch-iranischen Wirtschaftsbeziehungen die Arbeit der AHK Iran. „Der bilaterale Austausch zwischen Deutschland und dem Iran ist ausgesprochen wichtig und die AHK Iran hilft dabei, dass dieser Austausch nicht nur aufrechterhalten wird, sondern sich intensiviert“, so Masoud Khansari.

Dennoch sieht er gewaltige Herausforderungen aufgrund der US-amerikanischen Wirtschaftssanktionen. Er kritisiert, dass die EU zwar erkläre, sie wolle am Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA) festhalten, jedoch nach seiner Auffassung den Worten nur wenig Taten folgten. Die EU könne aktuell wenig leisten und auch INSTEX bleibe noch hinter den Erwartungen zurück.

„Selbst wenn INSTEX laufen würde, besteht immer noch das Problem, dass niemand iranisches Öl kauft oder die Finanzierung durch europäische Banken gesichert ist“, kritisiert Masoud Khansari. „Auch wenn der Handel zwischen Europa und den USA eine lange Tradition hat, so müssen sich die europäischen Unternehmen einer Sache bewusst werden: Sie sind unabhängig von den USA.“

Als große Probleme identifiziert er auch das negative Wirtschaftswachstum in Iran und die mangelnde Wechselkursstabilität des letzten Jahres. Der Iran sei daher zunehmend fokussiert auf den Handel mit seinen direkten Nachbarn in der Region.

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