Iranisch-europäischer Handel bricht ein

Im ersten Halbjahr 2019 sank der Handel zwischen EU und Iran um 76 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro.

Laut Angaben von Eurostat belief sich das Handelsvolumen zwischen der Europäischen Union und dem Iran im ersten Halbjahr 2019 auf 2.561 Millionen Euro, was einem Rückgang von 76 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die EU-Exporte sanken um 53 Prozent auf 2.143 Millionen Euro. Irans Exporte in die EU sanken sogar um 93 Prozent auf 418 Millionen Euro.

Der Rückgang der iranischen Exporte ist vor allem auf den drastischen Einbruch in der Kategorie „Mineralische Brennstoffe, Schmierstoffe und verwandte Produkte“ zurückzuführen. Europa hat die Einfuhr von iranischem Öl fast ganz eingestellt. In dieser Kategorie exportierte der Iran im ersten Halbjahr 2018 Waren im Wert von 5,4 Milliarden Euro, wohingegen in diesem Jahr lediglich Waren im Wert von 2 Millionen Euro exportiert wurden.

Positive Entwicklung sieht man jedoch in der Rubrik „Waren und Warenverkehrsvorgänge“ (SITC-9). Im genannten Zeitraum stiegen die europäischen Exporte in der Rubrik „Lebende Tiere und Nahrungsmittel“ um 14 Prozent, während alle anderen Exporte zurückgingen.

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