Iraner sind interessiert an der DSGVO

Die erste Veranstaltung in der Reihe "AHK44 Business Lounge" fand am 19. August 2019 in der AHK Iran statt. Diskutiert wurde Datenschutz in der EU und warum iranische Unternehmen darüber Bescheid wissen sollten.

Ca. 50 iranische Unternehmen nahmen an der Auftaktveranstaltung teil und wurden von der Geschäftsführerin der AHK Iran, Dagmar von Bohnstein, begrüßt. Sie erläuterte das neue Format, bei dem europäische Themen und ihre Relevanz für den iranischen Markt im zwei-Monats-Rhythmus diskutiert werden sollen.

Den Impulsvortrag zum Thema "Datenschutzgrundverordnung" lieferte Nasanin Bahmani, Geschäftsführerin von bc digital und Mitglied im Vorstand der AHK Iran. In der sich anschließenden Podiumsrunde mit Mitra Mobayen, Geschäftsführerin Tala Tea, Fatemeh Masoudian, Leiter der Abteilung Monitoring und Evaluierung bei TÜV Nord Iran und Nasanin Bahmani wurde das Thema aus iranischer Sicht vertieft. In seiner Moderation wies der stv. Geschäftsführer der AHK Iran, Hossein Sarafraz, auf die Brisanz des Themas in Europa hin und die Ernsthaftigkeit, mit der die EU Kommission die Einhaltung der DSGVO-Regeln verfolgt. Nach seinen Worten ist mangelnder Schutz persönlicher Daten auf dem europäischen Markt schnell Anlass für sinkendes Vertrauen in Unternehmen seitens der Kunden. So halten laut einer Erhebung des Sinus Instituts 93 Prozent der Deutschen Datenschutz für wichtig, aber lediglich 18 Prozent trauen den Unternehmen den Schutz ihrer persönlichen Daten zu.

Die abschließende Diskussion mit dem Publikum lieferte eine Reihe von Fragen und Antworten aus der Praxis, nicht zuletzt von Start-up Vertretern.

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