Deutschen Medien begeistert: Frauen im Fußballstadion in Iran

Der 14:0-Sieg Irans über Kambodscha in der Qualifikationsrunde für die WM 2022 wurde von dem anfeuernden Rufen der Frauen begleitet, die zum ersten Mal seit 1981 die Gelegenheit hatten, im Stadion zu sein.

Mehr als 3.500 Frauen besuchten das Teheraner Azadi-Stadion, um den zweiten Sieg der iranischen Nationalmannschaft in der Qualifikationsrunde für die WM live vor Ort zu sehen. Der Ständige Vertreter Deutschlands, Dr. Oliver Schnakenberg, und Wirtschaftsattaché Dr. Alexander Pyka waren ebenfalls im Stadion anwesend.

Botschafter Michael Klor-Berchtold teilte als Reaktion auf die Anwesenheit von Frauen im Stadion zwei Bilder ihrer Tribüne bei Twitter und kommentierte diese mit: „Genau jetzt, Azadi-Fußballstadion Teheran!“. Der Großteil der deutschen Presse begrüßte dies als einen „historischen Tag“ für die Frauen in Iran.

Nachrichtensprecherin Natalie Amiri nannte den Stadionbesuch von Frauen in der ARD eine „kleine Revolution“. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schrieb: „Irans Fußballer um Kapitän Massud Schodschaei gingen nach dem Abpfiff zu den Frauentribünen und bedankten sich bei ihren neu gewonnenen weiblichen Fans“. Vor dem Spiel bezeichnete die offizielle staatliche Sportzeitung Iran Varzeshi die iranische Seite als „die [komplette] iranische Nationalmannschaft“ und bezog sich dabei auf die Anwesenheit von Frauen im Stadion, die nun ebenfalls ihr Team anfeuern können, was somit nicht mehr nur "Männersache" ist.

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