INSTEX - die Bundesregierung informiert über den aktuellen Stand

10.02.19

twitter - Miguel Berger

Deutschland, Frankreich und das Vereinigte Königreich haben mit INSTEX eine Möglichkeit geschaffen, den legitimen Handel mit iranischen Partnern aufrechtzuerhalten.

Die Tauschbörse, die seit dem 29. Januar 2019 registriert ist, wird ihre Arbeit in der ersten Umsetzungsphase auf humanitäre Güter konzentrieren, in weiteren Ausbaustufen alle Waren umfassen, die nach EU- und UN- Recht nicht sanktioniert sind. Darüber informierten Anfang Februar in Berlin Vertreter des Auswärtigen Amtes, des Bundeswirtschaftsministeriums und der INSTEX-Geschäftsführer Per Fischer einen ausgewählten Kreis von Interessenten.

AHK Geschäftsführerin Dagmar von Bohnstein machte gegenüber den Vertretern der Bundesregierung die Dringlichkeit des Unterfangens deutlich. Der Zahlungsverkehr sei das Hauptproblem für deutsche Mittelständler, am Iran-Geschäft festzuhalten.

Als nächster Schritt wird nun mit Hochdruck am Aufbau einer Infrastruktur für INSTEX gearbeitet. Sie ist Voraussetzung für die operative Geschäftsaufnahme. Gleichzeitig muss auf iranischer Seite eine Parallelorganisation errichtet werden, um die Tauschgeschäfte durchführen zu können. Dazu werden in Kürze Gespräche mit der iranischen Regierung geführt. 

In der Zwischenzeit ist es möglich und erwünscht, INSTEX konkrete Schwierigkeiten im Iran-Geschäft zu schildern. Die AHK Iran steht ihren Mitgliedern gerne zur Verfügung, den Kontakt zu INSTEX aufzunehmen.