Horch mit Wirtschaftsdelegation im Iran

12.11.16

Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) und Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) sind am Freitag zu Gesprächen in den Iran gereist.

"Im Fokus stehen dabei die Bereiche maritime Wirtschaft und Logistik, Energie, Kühltechnik und Energieeffizienz sowie die klassische Industrie - von ziviler Luftfahrt bis hin zu Konsumgütern", erklärte Horch. Die Politiker werden bei ihrer einwöchigen Reise von einer Wirtschaftsdelegation begleitet. Nach Angaben der Wirtschaftsbehörde sind 60 Unternehmensvertreter aus Hamburg und Schleswig-Holstein dabei.

Sanktionen weggefallen: Unternehmen wollen Chance ergreifen

Wirtschaftsminister Meyer betonte: "Hamburg und Schleswig-Holstein werden im Ausland als eine Region wahrgenommen, sodass auch eine gemeinsame Delegationsreise sinnvoll ist." Viele Unternehmen hätten deutlich gemacht, dass sie großes Interesse an einer Wiederbelebung der traditionell starken Wirtschaftsbeziehungen hätten und diese Chance nun nach dem Wegfall der Sanktionen auch schnell ergreifen wollten.

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Die norddeutsche Delegation wird unter anderem die Provinzstadt Rascht am Kaspischen Meer besuchen, wie NDR 90,3 berichtete. Der Hafen dort soll zentraler Umschlagsplatz für den gesamten Wirtschaftsraum werden. Interessiert sind die Iraner vor allem am Terminalbau und dem Ausbau der Hinterlandverbindungen auf Schiene und Straße. In der Hauptstadt Teheran sind zudem Treffen mit Regierungspolitikern geplant.

Horch sieht großes Potenzial

Für Senator Horch hat Iran mit seinem enormen wirtschaftlichen und infrastrukturellen Aufholbedarf ein großes Potenzial. "Die besondere Rolle Hamburgs als zentraler Standort der iranischen Gemeinde in Europa, sorgt überdies für ein ausgeprägtes Interesse." So lebe in Hamburg und der Metropolregion eine der größten persischen Gemeinden in Europa und eine der größten weltweit. 500 Hamburger Firmen seien persisch geführt. Auch sei Hamburg bereits seit 1858 Standort des Generalkonsulats und gelte noch vor Teheran als größter Teppichumschlagplatz der Welt.

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