Die Exportinitiative Energie unterstützt Sie bei Ihrem Auslandsgeschäft!

Der Iran wird auch von Akteuren der deutschen Wirtschaft, insbesondere der Exportinitiative der Abfallwirtschaft RETech, als potentieller Absatzmarkt für deutsche KMUs im Abfallsektor gesehen. Deutsche Unternehmen zeigen aktuell großes Interesse an der Teilnahme einer gemischten Wirtschaftskommission mit Iran. Außerdem erwartet das BMUB „großen Investitionsbereich zur Verbesserung der (städtischen) Infrastruktur“ – und insbesondere hohe Investitionen im Abfallbereich. Im Rahmen des Projekts wurde eine detaillierte Analyse der Abfallwirtschaft vom Iran durchgeführt. Die Länderstudie kann hier abgerufen werden.

Irans Abfallwirtschaft hat in den letzten Jahrzehnten nur geringe Fortschritte erzielt. Die kommunale Müllverwertung beschränkt sich im Wesentlichen auf ein begrenztes Recyceln organischer Stoffe. In einigen Städten sammeln die kommunalen Entsorgungsfirmen auch andere Wertstoffe, aber die Recyclingquoten bewegen sich auf niedrigem Niveau. Zur Modernisierung des Abfallsektors sollen private Investoren gewonnen werden. WTE-Projekte erhalten attraktive Einspeisevergütungen.

Der Iran ist ein boomender Markt für die Solarenergie, das ist das Ergebnis eines Workshops des Bundesverbandes für Solarwirtschaft auf der Intersolar in München. Der Workshop wurde in Zusammenarbeit mit der Iran Wind Group, sowie den Beratungsunternehmen Roland Berger und eclareon durchgeführt. Zum Ende der Sanktionen gegen den Iran veröffentlichte der Verband einen umfassenden Bericht über das Photovoltaikgeschäft im Iran.

Wind- und Solarenergie sollen in Iran zukünftig einen signifikanten Beitrag zur Stromversorgung leisten. Derzeit haben Wind- und Solaranlagen einen Anteil an den Kraftwerkskapazitäten des Landes von 0,3%. Iran setzt große Hoffnungen auf ein Engagement deutscher Firmen. Ausländische Unternehmen sollen aber nicht nur Technologie liefern, sondern auch in Kraftwerke investieren. Als Anreiz bietet der Staat langfristige Stromabnahmeverträge an. Firmen aus Deutschland zeigen Interesse.

"Der Ausbau erneuerbarer Energien im Iran ist für deutsche Unternehmen ausgesprochen interessant. Es gibt ein großes Potenzial für die Anwendung unterschiedlicher Technologien bei Windkraft, Solarthermie, Photovoltaik, Geothermie oder Biomassenutzung, das es zu nutzen gilt." Dr. Heike Walk, Forschungszentrum für Umweltpolitik

Das Projekt „IWRM Zayandeh Rud“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unter dem FKZ 02WM1353A im Rahmen der Fördermaßnahme „Integriertes Wasserressourcen-Management (IWRM)“ gefördert. Es knüpft direkt an die erste Phase des Projekts „IWRM in Isfahan“ an, das 2010 startete und im Februar 2015 abgeschlossen wurde.

Exportinitiative Energie

Die Exportinitiative Energie wurde aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages 2002 ins Leben gerufen. Seitdem wird die Initiative vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gesteuert, koordiniert und finanziert.

Mit einem breiten Angebot von Maßnahmen unterstützt die Exportinitiative deutsche Unternehmen der EE-Branche bei der Erschließung neuer Absatzmärkte im Ausland. Ein umfangreiches Informationsangebot zu fremden Märkten, Seminarveranstaltungen, Geschäftsreisen ins Ausland, Kontaktanbahnung mit Kooperationspartnern aus dem Zielland, Marketingunterstützung und vieles mehr dienen insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen als Starthilfe für ihre Auslandsaktivitäten.

Die AHK Iran führt im Auftrag des BMWi verschiedene Projekte im Rahmen der Exportinitiative Energie durch.

Die AHK-Geschäftsreise im Rahmen der Exportinitiative Energie wird von der AHK Iran sowie der Renewables Academy (RENAC) AG im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) organisiert. Hier werden bis zu acht deutsche Unternehmen die Gelegenheit haben, einen tiefenden Einblick in den iranischen Markt zu erhalten und individuelle Geschäftskontakte zu hiesigen Unternehmen zu knüpfen. Die Unternehmen haben zudem die Möglichkeit, im Rahmen einer durch die AHK organisierte Fachkonferenz in Teheran unmittelbar ihr Firmenprofil und ihre Technologien vorzustellen. 

Die Reiseteilnehmer tragen lediglich Transport-, Verpflegungs- und Übernachtungskosten. Die Organisation der Kooperationsgespräche, eine umfangreiche Zielmarktanalyse, sowie Briefings sind im Förderbetrag enthalten.

07. Juni 2017 im NH-Hotel Berlin

Im Auftrag der Exportinitiative Energie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie führte die Renewables Academy (RENAC) AG gemeinsam mit der Deutsch-Iranischen Industrie- und Handelskammer am 7. Juni 2017 eine Informationsveranstaltung zum Thema „Netzgekoppelte Photovoltaik im Iran“ durch.

Der stellvertretende Geschäftsführer der AHK Iran, Amir Alizadeh, zwei Experten aus dem Iran und mehrere im Iran erfahrene deutsche Unternehmen informierten die über 50 Teilnehmer umfassend über die Herausforderungen und Vorteile des Iranischen Solarmarktes.

Attraktive Rendite bei Einspeisetarifen von bis zu 14 ct/kWh, gute Netzanschlussbedingungen und relativ leicht zugängliche Flächen machen Iran für PV-Projekte attraktiv. Jedoch sind die Investitionen ebenfalls mit entsprechenden Risiken verbunden. Die Firma Athos Solar, die in der Provinz Hamedan zwei 7-MW-PV-Kraftwerke entwickelt hat, stellte über ihren Geschäftsführer Ralf Weidenhammer, vor, wie Finanzierungshürden und Compliance-Vorbehalte von deutschen Banken überwunden werden können.

Die Ausführungen von Dr. Joachim Richter von der Firma Project Finance International, zeigten, wie Akkreditivgeschäfte (über die Europäisch-Iranische Handelsbank in Hamburg, EIHBank) und Geldtransaktionen zwischen Deutschland und Iran heute bewerkstelligt werden. Die EIHBank bietet seit der am 16.01.16 beschlossenen Aufhebung der Iran-Sanktionen ihren Kunden im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten die Avisierung von Akkreditiven der iranischen Korrespondenzbanken sowie die Absicherung und Finanzierung der Akkreditive an.

Der Deutsch-Persische Unternehmer und Kenner der Solarbranche Assghar Mahmoudi wies auf Trainings- und Ausbildungsaktivitäten hin, die derzeit, auf Initiative der Iranischen Renewable Energy and Energy Efficiency Organisation of Iran (SATBA) durchgeführt werden. Ebenfalls erinnerte er an die Auflage, dass bei allen Neubauten im Iran 20% der Energieversorgung über erneuerbare Energien gedeckt werden muss.

Strittig waren Punkte, wie beispielsweise dieNutzen einer heimischen Solarindustrie, um deren Aufbau die Firma TABAN Energy bemüht ist. Der Iran versucht, die lokale Industrie zu unterstützen, in dem der FIT um 30% erhöht wird, wenn heimische Solarpanele eingesetzt werden.

Die Markt- und Finanzierungsinformationen wurden durch Ausführungen von der Kanzlei Ardehali zum aktuellen Stand des „implementation days“ und gesellschafts- sowie handelsrechtlichen Rahmenbedingungen für den Geschäftsverkehr mit Iran sowie kulturellen Besonderheiten ergänzt.

Da die Veranstaltung von den Teilnehmern außerordentlich gelobt wurde, verspricht, dass es auch in 2018 weitere Angebote der Exportinitiative Energie zum Markt Iran geben wird.

Erneuerbare Energien im Iran

Der Energiebedarf im Iran - der in etwa die gleiche Einwohnerzahl wie Deutschland hat - wird immer größer, und um ihn zu befriedigen, ist es erforderlich, neue Wege im Umgang mit Energie zu beschreiten. Denn auch in diesem erdölreichen Land bereitet der kontinuierlich steigende Energieverbrauch zunehmend Sorgen.

Der Iran hat in den letzten Jahren wichtige Schritte zur Reduzierung des hohen Energieverbrauchs unternommen, wie zum Beispiel durch den Ersatz von Erdöl durch Naturgas, die Erhöhung der Einspeisetarife und die Entwicklung von erneuerbaren Energien. Ohne innovative Umwelttechnologien ist jedoch ein wirklicher Erfolg nicht möglich. Hier ist deutsches Know-how sehr gefragt.

Wegen der hohen jahresdurchschnittlichen Sonnenstrahlung steht der Ausbau von Solaranlagen, neben dem der Windanlagen, an erster Stelle der im November 2014 vom iranischen Energieminister vorgestellten Entwicklungspläne für die Stromindustrie. Da sowohl die Konstruktion, als auch die Versorgung dieser Systeme sehr simpel, zuverlässig, sicher, umweltschonend und zudem günstig sei, biete diese Nische eine große Chance.

Laut den vorliegenden Forschungsergebnissen könnte alle 2000 km eine Solaranlage installiert werden, welche im Idealfall bis zu 60 GW Energie zu gewinnen in der Lage wäre. 90% der Dörfer im Iran, welche nicht mehr als 20 Häuser umfassen, bieten den dort sesshaften Dorfbewohnern nur beschränkten Zugriff auf konventionellen Strom. Mit der Installierung von Solaranlagen könnten diese Ortschaften – langfristig betrachtet – am effizientesten mit Strom versorgt werden. Gemäß dem Bericht des Energieministeriums konnten bis zum Ende des Jahres 2013 ganze 27 Dörfer mit insgesamt bis zu 250 Familienhäusern mittels der Photovoltaik-Methode versorgt werden.

Vor dem Hintergrund des Strommangels in kleinen Dörfern bleibt festzuhalten, dass Investitionen des nationalen, vor allem aber des ausländischen Privatsektors nur dann als rational erscheinen, wenn der iranische Staat sowohl die Kosten der Installierung, als auch die des Vertriebs zu tragen in der Lage wäre, da das Einkommen der Menschen in den besagten Regionen nicht ausreichen wird, um dem Privatsektor ein lukratives Geschäft anbieten zu können. Folglich weist die Deutsch-Iranische Industrie- und Handelskammer auf die offensichtliche Unentbehrlichkeit einer sehr engen Kooperation des iranischen Staates und den entsprechenden Auftragnehmern hin.

Der Iran setzt große Hoffnung auf die aufstrebende Windenergie. Das Land verfügt über einige Windparks, unter anderem in Manjil (Gilan), Binaloud (Khorasan-e Razavi), Safeh (Isfahan) und Sarein (Ardebil). Des Weiteren hat das Land einen Windatlas entworfen, um weitere windreiche Standorte zu identifizieren.

Weiterführende Links:

Renewable Energy Organization of Iran (SUNA)
Iran Energy Efficiency Organization (SABA)
Iran Renewable Energy Association
Iran International Renewable Energy Exhibition

Ansprechpartner

Amir Alizadeh

Stellvertretender Geschäftsführer

0098-21-8133-1101
0098-21-8875-8924
E-Mail schreiben

Khashayar Nivipour

Senior Business Consultant, Publication

0098-21-8133-1503
0098-21-8875-8924
E-Mail schreiben

Renewables Academy (RENAC) AG

Renewables Academy (RENAC) AG

Schönhauser Allee 10-11 
10119 Berlin
Germany

Laura Scharlach
Head of
German Energy Solutions Initiative

Tel: +49 (0) 30-526 895 8 - 96
Fax: +49 (0) 30-526 895 8 - 99
E-mail: scharlach(at)renac.de
Web: www.renac.de

Céline Kittel
Project Director
German Energy Solutions Initiative
MENA & Middle East

Tel: +49 (0) 30-526 895 8 - 75
Fax: +49 (0) 30-526 895 8 - 99
E-mail: kittel(at)renac.de
Web: www.renac.de

Rund 20 Mitglieder einer iranischen Wirtschaftsdelegation um den Generaldirektor des Ministeriums für erneuerbare Energien, Dr. Mohammad Ali Shafieizadeh, haben den Windpark Uckley-Nord besichtigt. Projektleiter Zacharias Hahn führte die Gruppe durch den von ABO Wind entwickelten Windpark in Brandenburg.

Am 1. Oktober 2015 fand in Berlin im Rahmen der Exportinitiative Energie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) eine ganztägige Informations- und Netzwerkveranstaltung zu erneuerbaren Energien in Iran statt.